Photovoltaikanlage Photovoltaikanlagen wandeln das elektromagnetische Spektrum unserer Sonne in teilweise nur hauchdünnen halbleitenden Schichten „direkt“ in elektrischen Strom um. Kernelement sind die Solarzellen (zusammengefasst zu Modulen), die durch den Photonenbeschuss der Einstrahlung eine Trennung von positiven und negativen Ladungen erzeugen. Wenn jetzt eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Ladungszonen hergestellt wird, fließt ein Strom.
Die so gewonnene Leistung kann entweder direkt verwendet, in Solarbatterien gespeichert oder auch mit Hilfe von Wechselrichtern in ein bzw. das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Mittlerweile werden Anlagen mit einer Spitzenleistung von mehreren Megawatt gebaut und betrieben.
Eine Solarzelle oder photovoltaische Zelle ist ein elektrisches Bauelement, das kurzwellige Strahlungsenergie, in der Regel Sonnenlicht, direkt in elektrische Energie umwandelt. Die Anwendung der Solarzelle ist die Photovoltaik. Die physikalische Grundlage der Umwandlung ist der photovoltaische Effekt, der ein Sonderfall des inneren photoelektrischen Effekts ist.
Solarzellen unterscheiden sich dadurch grundsätzlich von anderen Arten der regenerativen Elektrizitätserzeugung, bei denen lediglich die Antriebsenergie für den Generator nichtkonventionell erzeugt wird.
Manchmal werden auch Elemente eines Sonnenkollektors als Solarzelle bezeichnet. Sie erzeugen aber keinen elektrischen Strom, sondern Prozesswärme und ersetzen beispielsweise Warmwasser-Boiler.
Vergütung in Deutschland Neue Vergütungskategorien:
Ab April 2012 gibt es in Deutschland nur noch 3 Vergütungsstufen:
bis 10 kWp
ab 10 kWp bis 1.000 kWp
ab 1.000 kWp bis 10.000 kWp.
Alles, was darüber liegt wird gar nicht mehr gefördert. Einen Unterscheidung zwischen Gebäude- und Freilandanlagen wird hinsichtlich der Höhe der Vergütung nicht mehr getroffen. Nicht mehr der gesamte erzeugte Solarstrom wird vergütet. Um den Anreiz zum Eigenverbrauch und der Selbstvermarktung zu verstärken, werden ab April 2012:
* bei Anlagen bis 10 kWp nur noch 80% der Anlagenleistung
* bei Anlagen über 10 kWp bis 1.000 kWp nur noch 90% der Anlagenleistung vergütet. Die Differenz muss entweder selbst verbrauht oder selbst vermarktet werden.
Bei einer Anlagenleistung von 1.000 kWp bis 10.000 kWp werden weiterhin 100% des generierten Solarstrom vergütet.

Sonneneinstrahlung
in Europa

Die Sonneneinstrahlung beträgt in Deutschland jährlich etwa 1.000 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter. Im Sommer ist die Einstrahlung dabei um das 5-fache höher als im Winter. Die Höhe der Sonneneinstrahlung ist abhängig von der Bewölkung, der Tageslänge und der Höhenlage über dem Meeresspiegel. Außerdem beeinflusst der Sonnenstand, welcher durch die unterschiedlichen Jahreszeiten und der geographischen Breite bestimmt wird, die
Intensität der Sonne und damit die Leistung der Photovoltaikanlage.
Die Anzahl der Sonnenstunden in Deutschland beträgt jährlich rund 1.300 bis 1.900 Stunden. Zum Vergleich – ein Jahr hat 8.760 Stunden. Als Sonnenstunden bezeichnet man dabei die jährliche Anzahl der Stunden, in denen die Sonne direkt auf die Erdoberfläche trifft, ohne von Wolken verdeckt zu werden. Die genauen Werte für Ihre Region auch in Bezug auf die Sonneneinstrahlung erhalten Sie auf den Internetseiten des Deutschen Wetterdienstes.
Ab welcher Anzahl von Sonnenstunden sich eine Photovoltaikanlage lohnt, ist nicht genau zu bestimmten. Viele Faktoren wie beispielsweise die Nennleistung der Anlage, die Dachneigung, die Dachausrichtung und die Verschattung beeinflussen den Ertrag der Photovoltaikanlage. Grundsätzlich reicht jedoch die Sonneneinstrahlung und Anzahl der Sonnenstunden in Deutschland aus, um mit einer Photovoltaikanlage Gewinn zu erwirtschaften.
Finanzierung Der zinsgünstige Kredit zur Solarförderung bei der KfW Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist hier in erster Linie zu nenne. Schon seit 1999 werden Photovoltaikanlagen mit Bundesmitteln in Form von zinsgünstigen Krediten gefördert. Mittlerweile bieten aber auch viele andere Banken spezielle Kredite für die Finanzierung von Photovoltaikanlagen an. Fragen Sie Ihre Hausbank.
Auch ohne Eigenkapital kann eine Photovoltaikanlage finanziert werden. Umweltbank, GLS Bank, DKB und KfW bieten eine PV Finanzierung als klassisches Zinszahlungsdarlehen an.
Bausparkassen finanzieren eine PV Anlage über Sofortbaugeld mit anschließendem Bausparvertrag
Versicherung Die Versicherung einer Photovoltaikanlage sollte gut ausgesucht sein. Häufig sind Photovoltaikanlagen finanziert und die Vergütung des verkauften Stroms steht für Zins und Tilgung zur Verfügung. Aus diesem Grund ist es wichtig, neben einer Sachversicherung auch zu prüfen, ob eine sogenannte Betriebsausfallversicherung sinnvoll ist. Detaillierte Informationen rund um die Versicherung erhalten Sie bei Ihrer Versicherungsgesellschaft.
Eigenverbrauch von Strom aus Solaranlagen Eigenverbrauch wird ab April 2012 nicht mehr gesondert vergütet, da der durchschnittliche Strompreis höher ist als die Einspeisevergütung. Somit ist eine Anlage umso rentabler, je höher der Anteil an
eigenverbrauchtem Solarstrom ist.

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